Anschluss Österreichs
NS-Deutschland annektiert Österreich; das Ereignis beschleunigt den Zerfall der europäischen Sicherheitsordnung.
Der österreichische Staat verlor unter dem Druck der nationalsozialistischen Führung, die seit Langem den Anschluss an Deutschland forderte, seine Unabhängigkeit. Auch österreichische Nationalsozialisten wirkten im Land und verschärften die Krise.
Am 12. März 1938 überschritten deutsche Truppen die Grenze. Das neue Regime beseitigte rasch politische Freiheiten und begann Gegner des Nationalsozialismus, darunter österreichische Juden, zu verfolgen. Die Annexion wurde am 13. März 1938 rechtlich formalisiert.
Der verkündete Anschluss war nicht das Ergebnis gleichberechtigter internationaler Verhandlungen. Die anschließende Volksabstimmung fand bereits unter nationalsozialistischer Kontrolle und Repression statt.
Die Eingliederung Österreichs veränderte das Kräfteverhältnis in Mitteleuropa und wurde zu einer weiteren Stufe der eskalierenden aggressiven Außenpolitik des Dritten Reiches.
Quelle: Historische Quelle ansehen ↗